Traumatherapie in Hagen
Viele Menschen, mit denen ich traumatherapeutisch arbeite, kommen zunächst wegen ganz anderer Beschwerden. Wegen Ängsten, Scham, Schuldgefühlen, Anspannung, Perfektionismus, Selbstwertproblemen oder Bindungsproblemen.
Oft wissen sie selbst nicht genau, warum bestimmte Situationen so starke Reaktionen auslösen. Erst im Verlauf wird sichtbar, dass frühere Erfahrungen bis heute eine Rolle spielen.
Trauma ist nicht gleich Trauma
Traumatische Belastungen können durch ein einzelnes, umgrenztes Ereignis entstehen: etwa einen Unfall, Gewalt oder eine andere Situation, in der ein Mensch sich plötzlich existenziell bedroht erlebt.
Sehr viel häufiger begegne ich in meiner Praxis jedoch Belastungen, die sich über längere Zeit entwickelt haben. Ein emotional nicht erreichbarer oder unberechenbarer Elternteil, Trennungen, Vernachlässigung, ständige Kritik, Überforderung oder die frühe Erfahrung, für andere verantwortlich sein zu müssen.
Entwicklungstrauma
Solche Erfahrungen hinterlassen eine Vielzahl an Symptomen:
– Scham und Selbstkritik
– Schuldgefühle und Schwierigkeiten, eigene Grenzen zu setzen
– Perfektionismus und Anpassung
– Verlustangst und Unsicherheit in Beziehungen
– Ängste, innere Anspannung und das Gefühl, nie ganz sicher zu sein
Viele Betroffene funktionieren im Alltag gut. Gerade deshalb wird der Zusammenhang mit früheren Erfahrungen leider erst spät erkannt.
Traumatherapie ist mehr als eine Technik
Bei einem klar umgrenzten traumatischen Ereignis kann die gezielte Bearbeitung der Erinnerung einen wichtigen Teil der Therapie ausmachen. Bei langjährigen Entwicklungserfahrungen reicht das nicht aus.
Dann geht es um Beziehungsmuster, Selbstwert, den Umgang mit Scham und Schuld, körperliche Stressreaktionen und Schutzstrategien, die sich über viele Jahre entwickelt haben.
Was früher geholfen hat, mit einer schwierigen Situation zurechtzukommen, kann im heutigen Leben selbst zum Problem werden.
Wie ich arbeite
Zunächst versuchen wir zu verstehen, welche heutigen Beschwerden mit früheren Erfahrungen zusammenhängen könnten.
Je nach Art der Belastung arbeite ich mit verhaltenstherapeutischen und emotionsfokussierten Verfahren, narrativer Expositionstherapie sowie ergänzend mit PEP und EFT.
Vergangenheit verstehen, Gegenwart verändern
Besonders bei frühen und wiederholten Belastungen braucht Veränderung Verständnis, neue Erfahrungen und häufig auch Zeit.
Eine traumatherapeutische Einordnung kann dabei helfen, scheinbar widersprüchliche Reaktionen besser zu verstehen, eigene Regulation zu verbessern und ja, letztlich zu helfen, sich selbst lieben zu lernen.
Fühlen Sie sich angesprochen?
Kontaktieren Sie mich gerne über das Kontaktformular, wenn Sie sich bereit dazu fühlen.
