Therapie bei Stress und Burnout
Anhaltender Stress kann sich körperlich und psychisch zeigen. Häufig treten Schlafprobleme, innere Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme und zunehmende Erschöpfung auf.
Die Ursachen sind vielfältig. Hohe Arbeitsbelastung, Konflikte, familiäre Anforderungen, dauernde Erreichbarkeit oder Unsicherheiten können erheblichen Druck erzeugen. Gleichzeitig spielt eine Rolle, wie jemand mit Leistung, Verantwortung und eigenen Grenzen umgeht.
Wenn die Arbeit selbst Angst auslöst
Bei ausgeprägter Erschöpfung kann sich auch der Bezug zur Arbeit verändern. Schon am Vorabend beginnen Grübeln und Anspannung, der Schlaf verschlechtert sich und der Gedanke an die Arbeit löst Angst aus oder Gedanken wie „Ich schaffe das nicht“ oder „Ich will das nicht.“
Manche Betroffene schaffen es zeitweise kaum noch, zur Arbeit zu gehen. Spätestens dann sollte die Situation sorgfältig medizinisch und psychotherapeutisch eingeordnet werden.
Burnout – wichtig zu wissen
– Burnout ist keine eigenständige psychische Erkrankung. In der derzeit in Deutschland verwendeten ICD-10 wird „Ausgebranntsein“ unter Z73 geführt.
– Ausgeprägte Erschöpfung sollte ärztlich abgeklärt werden. Der Hausarzt ist hierfür eine wichtige erste Anlaufstelle. Er kann körperliche Ursachen prüfen und die Arbeitsfähigkeit beurteilen. Er ist eine wichtige Schaltstelle z. B. bei der Beantragung von Reha-Kuren.
– Hinter einer Burnout-Symptomatik können auch eine Depression, eine Angststörung, Schlafstörungen oder körperliche Erkrankungen stehen.
– Eine psychotherapeutische Behandlung ist sinnvoll, wenn Ängste, depressive Beschwerden, starkes Grübeln, Anspannung oder andere psychische Symptome ausgeprägt sind.
– Bei einem schweren Erschöpfungszustand kann die Erholung längere Zeit beanspruchen.
Was trägt zur dauerhaften Überlastung bei?
Häufig kommen mehrere Belastungen zusammen: schwierige Arbeitsbedingungen, Konflikte, familiäre Probleme, gesundheitliche Belastungen oder Erfahrungen aus der eigenen Biografie.
In der Therapie interessiert mich zusätzlich, wie jemand mit sich selbst umgeht. Wie stark hängt der eigene Wert von Leistung ab? Wie hart fällt die innere Bewertung bei Fehlern aus? Wie schwer fällt es, Grenzen zu setzen oder Verantwortung abzugeben?
Solche Muster können dazu führen, dass belastende Bedingungen lange ausgehalten werden.
Ein kritischer Blick auf das eigene Leben
Wichtig ist der Blick auf die aktuelle Lebenssituation.
Was engt mich dauerhaft ein? Womit bin ich schon länger unzufrieden? Welche Situationen erzeugen regelmäßig starken Distress (Negativstress)? Wo übernehme ich zu viel Verantwortung? Welche eigenen Ansprüche erschweren Erholung und das Setzen von Grenzen?
Worauf es in der Therapie ankommt
Psychotherapie wird relevant, wenn die Belastung über reine Erschöpfung hinausgeht oder sich Angststörungen, depressive Symptome, Grübeln oder Schlafprobleme entwickelt haben.
Wir betrachten zunächst die aktuelle Lebenssituation. Welche äußeren Belastungen bestehen? Welche Konflikte werden bereits lange ausgehalten? Wo werden eigene Grenzen regelmäßig überschritten?
Je nach Situation geht es darum, konkrete Veränderungen einzuleiten, Grenzen früher wahrzunehmen, eigene Ansprüche zu überprüfen und einen anderen Umgang mit Belastung, Leistung und Erholung zu entwickeln.
Dabei arbeite ich vor allem mit verhaltenstherapeutischen, emotionsfokussierten und tiefenpsychologischen Perspektiven.
Ausführlicher zum Thema Burnout → Therapie bei Depressionen →
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