Wehende Blume vor gelbem Hintergrund wirkt belebend

Erythrophobie - Die Angst vor dem Rotwerden

Was ist eine Erythrophobie?

Erythrophobie ist eine Angststörung, die sich durch die übermäßige Angst und Peinlichkeit vor dem Erröten des Gesichtes oder Teilen des Gesichtes auszeichnet. Es geht um die Angst vor der Peinlichkeit oder Aufmerksamkeit, die das Erröten mit sich bringen kann.

„Erytrophobie ist der Inbegriff für Scham.“

Die Angst vor dem Erröten kann zu einem Teufelskreis führen, in dem die Angst vor der Angst selbst das Erröten tatsächlich auslöst. Es ist eine sehr schambesetzte Phobie, daher sprechen Betroffene erst spät über Ihre Situation.

Typische Symptome einer Erythrophobie?

Die Symptome sind ähnlich wie bei einer sozialen Angst. Physische Symptome können Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit und Schwindelgefühl umfassen. Auf emotionaler Ebene werden intensive Angst, Panikattacken, Scham und das Gefühl der Kontrollunfähigkeit erlebt. Potenziell angst- oder schambesetzte Situationen werden gemieden und es droht Isolierung.

Welche Hilfe gibt es?

Die gute Nachricht:

Erythrophobie ist eine sogenannte isolierte Phobie und kann im Rahmen einer Psychotherapie behandelt werden.

Als Behandlungsmöglichkeiten kommen die kognitive Verhaltenstherapie, vor allem Konfrontationsübungen und kognitive Umstrukturierung in Betracht. Auch hier wende ich gerne die Klopfmethode EFT oder PEP ergänzend an.

Oder doch eine Operation?

Es gibt operative Eingriffe, um das Auftreten von Gesichtsrötung zu behandeln. Einer dieser Eingriffe ist die endoskopische thorakale Sympathektomie, bei der die Sympathikusnerven durchtrennt werden, um die übermäßige Gesichtsröte zu reduzieren. Obwohl dies in einigen Fällen kurzfristige Erleichterung bringen kann, sind die Aussichten auf langfristigen Erfolg umstritten. Zu den möglichen Risiken gehören übermäßiges Schwitzen an anderen Körperstellen, Veränderungen im Blutdruck und sexuelle Dysfunktionen.

Eine weitere Option ist eine Laserbehandlung der Gesichtshaut, um die Blutgefäße zu verschließen und das Erröten zu reduzieren. Dies kann vorübergehend wirksam sein, aber auch hier gibt es keine Garantie für dauerhafte Ergebnisse.

Aussichten bei einer psychotherapeutischen Behandlung

Mit der richtigen Behandlung und Unterstützung können Betroffene lernen und mit ihrer Angst umzugehen (Annahme = Akzeptanz). Es ist wichtig, geduldig zu sein und sich selbst Zeit zu geben. Innerhalb der Therapie lernen Sie, dass die Meinung der „anderen“ nicht von Bedeutung ist, Sie lernen Mut und Strategien, sich von der ehemals peinlichen Vorstellung zu distanzieren.

Die Angst vor dem Erröten zählt zu den spezifischen Angststörungen, die durch Verhaltenstherapie und Angsttherapie gut behandelt werden können. Mehr zu Methoden, Vorgehen und dem Zusammenhang mit Scham und Selbstwert finden Sie auf den passenden Informationsseiten.

Erkennen Sie sich in diesen Zeilen wieder?

Dann lade ich Sie herzlich ein, telefonisch Kontakt aufzunehmen 02331 1275895 oder mir über das Kontaktformular eine Nachricht zu schicken. 

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